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Burgundertrüffel Ernte 2017 in Ö und in DE ! - Seminare 2017

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Praktische Informationen zur Trüffelzucht - FAQs

 

Wann ist die beste Pflanzzeit für einen Trüffelgarten?

Die beste Pflanzzeit für Trüffelbäumchen ist, wie bei Obstbäumen, der Herbst, von Oktober bis November. In dieser Jahreszeit ist auch der Versand der Pflanzen recht unproblematisch, da die Pflanzen nicht mehr im Saft stehen. Bis zur nächsten Wachstumsperiode sind die Pflanzen bereits gut eingewurzelt, gießen ist nur inTrockenperioden notwendig.

Da die Pflanzen im Topf geliefert werden, ist die Pflanzung auch im Frühjahr sehr gut möglich, dabei ist jedoch der Pflegeaufwand etwas höher, denn die Pflanzen sind noch nicht im Boden eingewurzelt und müssen daher öfter gegossen werden. Bei Frühjahrspflanzung sollten die Bäumchen auch vor intensiver Sonneneinstrahlung geschützt werden.

 

Was ist bei der Pflanzung eines Trüffelgartens zu beachten?

Wichtig ist, dass Klima und Boden geeignet sind und dass die Trüffel vor Konkurrenz durch andere Pilzarten geschützt wird.

Je nach Baumart und Trüffelart empfehlen wir Pflanzabstände (in m) von bis 2x4 bis 3x4 (Burgundertrüffel an Hasel) bis 5x5 (Périgordtrüffel an Eiche). Bei der Pflanzung von Hecken (Hainbuche, Hasel) könne die Pflanzen auch wesentlich dichter gesetzt werden, um einen schnelleren Sichtschutz zu erzielen.

Nötigenfalls bitte einen Verbissschutz (Baumhülsen gegen Hasen bzw ein Drahtgitter aus Eisendraht gegen Wühl-und Schermäuse - löst sich bald durch Rost auf) vorbereiten.

Bitte die Pflanzen erst unmittelbar vor der Pflanzung aus dem Topf nehmen, damit die Mykorrhizen nicht austrocknen.

 

Kann ich die Pflanzen in einem Wald pflanzen?  Kann ich an einem bestehenden Baum Trüffel ziehen? Ich habe bereits eine Hasel im Garten, wird die Trüffel überspringen, wenn ich ein Trüffelbäumchen pflanze?

Theoretisch kann das sich das Trüffelmyzel auf Nachbarbäume und Sträucher ausbreiten, es ist jedoch wahrscheinlicher, dass die Pilze der anderen Bäume auf das Trüffelbäumchen überspringen.

Daher sollte man einen möglichst großen Abstand zu Wald und Waldbäumen einhalten. Obstbäume sind keine Konkurrenz, da sie eine sehr unterschiedliche Pilzflora beherbergen. Die Beimpfung alter Bäume ist aus den genannten Gründen wenig chancenreich.

 

Welches Klima brauchen Trüffel?

Die Burgundertrüffel ist in Europa weit verbreitet, sie kommt von Italien bis Südschweden vor, mitteleuropäisches Klima ist bestens geeignet. Wir haben Burgundertrüffel in Ost-Österreich bis jetzt bis in 550 m Höhe gefunden, in stärker ozeanisch geprägten Lagen (z.B. Jura-Gebirge) kann sie auch noch in größerer Höhe gedeihen. Wenn die Sommerdürre länger als zwei bis drei Wochen dauert, ist Bewässerung vorteilhaft.

Die Périgordtrüffel hat ihre natürlichen Vorkommen in Südwesteuropa, typischerweise in Weinbauregionen. In Mitteleuropa kommt diese Art nicht vor, sie bevorzugt Regionen mit milderen Wintern. Die Périgordtrüffel erreicht ihre Vollreife erst in den Wintermonaten.
Die Reifung wird durch leichte Fröste angeregt, bei starken Frösten (mehrere Tage in Folge unter –10°C) besteht das Risiko eines Durchfrierens der Trüffel. Der Anbau der Périgordtrüffel in Mittel- und Nordeuropa, außerhalb der Klimazone ihres natürlichen Verbreitungsgebietes hat noch experimentellen Charakter, auch wenn es erste Erfolgsnachweise gibt.

 

Welchen Boden bevorzugen Trüffel?

Trüffel lieben kalkreiche, gut wasserzügige Böden. Staunasse oder pseudovergleyte Böden sind nicht geeignet. Wenn der natürliche Kalkgehalt des Bodens nicht ausreicht, kann durch Kalkdüngung nachgeholfen werden. Wir empfehlen, die Eignung Ihres Bodens für die Trüffelkultur durch Trüffelgarten testen zu lassen (Bodenanalyse).


Welche Erträge kann man erwarten?

Die Erträge sind sehr variabel, von wechseln von Jahr zu Jahr und von Baum zu Baum. Die frühesten Erträge sind nach 3-6 Jahren möglich, viele Bäume kommen jedoch erst nach weiteren Jahren in den Ertrag. Pro Baum rechnet man im Mittel mit 150 bis 300 g Trüffel, die mögliche Bandbreite ist noch viel größer, sie reicht von 0 g bis zu mehreren kg. Bezogen auf einen Hektar sind in guten Jahren bis über 150 kg möglich, 15 bis 30 kg sind zufrieden stellend.

Die Trüffelkultur bietet größere Chancen, birgt aber auch mehr Risiken als andere Formen der Landwirtschaft. Um Investitionen und die Trüffelkultur zu erleichtern und eine faire Aufteilung von Chancen und Risiken zu ermöglichen, bietet Trüffelgarten im Raum Niederösterreich und nördliches Burgenland ein kooperatives Anbaumodell an, bei dem Trüffelgarten die Bäumchen, Beratung und Erntehilfe bereit stellt und der Landeigentümer Grund und Bearbeitung (Mähen, Verbissschutz, wenn nötig Bewässerung) stellt. Die Ernte wird geteilt.

 

Gibt es eine Garantie? Wie viele Bäumchen sollte man mindestens pflanzen, um einen guten Ertrag zu erhalten?

TrüffelGarten garantiert, dass die gelieferten Trüffelbäumchen mit der gewünschten Trüffelart mykorrhiziert sind, dass die Bäumchen also wirklich eine Symbiose mit dem Trüffelmyzel eingegangen sind. Die weitere Entwicklung dieser Symbiose hängt von sehr vielen Faktoren ab, für eine sichere Vorhersage des Ertrags fehlen in Österreich noch die Erfahrungswerte, daher kann keine Ertragsgarantie gegeben werden. Wenn Sie die mitgelieferten Pflanz- und Pflegehinweise, die nach unserem besten Wissen ausgearbeitet wurden, beachten, können Sie die Chance auf eine Trüffelernte maximieren.
 


Wie finde ich die Trüffel?

Was die Ernte betrifft: nach wie vor sind Schweine oder Hunde die besten Trüffelsucher. Es wurde auch ein elektronischer Trüffeldetektor entwickelt, der hat sich in der Praxis jedoch noch nicht sehr bewährt. Man kann die Trüffel auch durch genaue Beobachtung finden, und im Garten ist das viel einfacher als im Wald, da man ja genau weiß, welcher Baum ein Trüffelbaum ist. Dort wo Trüffel wachsen, wird das Gras schütter, so wie manchmal unter einem Nussbaum.
Auf diese ringförmige Zone muss man seine Aufmerksamkeit richten. Erntezeit ist je nach Witterung Sommer bis Spätherbst bei der Burgundertrüffel und Winter bei der Périgordtrüffel. Die Trüffel wachsen meist knapp unter der Bodenoberfläche. Nach starkem Regen können die Trüffel mit dem Scheitel die Bodenoberfläche durchstoßen, wenn das nicht der Fall ist, kann man die Aufwölbung mit feinen Risse sehen, die das unterirdische Trüffelwachstum an der Bodenoberfläche bewirkt- das erfordert wie gesagt eine genaue Beobachtung, aber den eigenen Garten kennt man ja sehr genau... Eine tradionelle Methode ist auch die Suche mit der Trüffelfliege: Fliegen der Gattung Suillia halten sich bevorzugt dort auf, wo Trüffel verborgen sind. Wenn man die Fliege mit einem Stock aufscheucht, fliegt sie ein Stück weg, doch sie kehrt zurück, sobald man einen Schritt zurück tritt und markiert dadurch den Fundort der Trüffel.

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